Lehr-/Lern-Qualität in den Wirtschaftsstudiengängen

BMBF, Bundesprogramm, 563.000€ (Teilprojekt) von 5.1mio€ (Hochschulweites Projekt) 10/2012 – 9/2020

Seit 2012 ist die Hochschule Magdeburg-Stendal Teil des Bund-Länder-Programmes „Qualitätspakt Lehre“ (QPL, https://www.bmbf.de/de/qualitaetspakt-lehre-524.html). Mit dem Projekt „Qualitaet_h2“( https://www.hs-magdeburg.de/hochschule/einrichtungen/zhh.html) – Qualität im Spannungsfeld von didaktischer Kompetenz und Modularisierung als Folge des Bologna-Prozesses, ist die Hochschule nun schon in der zweiten Förderphase. Als Teilprojekt des obengenannten hochschulweiten QPL-Projektes wird am Fachbereich Wirtschaft die Weiterentwicklung der Curricula forschend begleitet. Dazu haben wir folgende Themen im Fokus:

  • Internationalisierung
  • Auslandspraktika, Social Credits und Einführung von Service Learning
  • Lehrqualität und Blocklehre

1. Internationalisierung

Im Rahmen der Förderung interkultureller Kompetenzen Studierender konzentriert sich das Projekt auf die verstärkte internationale Ausrichtung des BWL-Curriculums. Dazu wurde ein Konzept für ein internationales Semester mit englischsprachigen Lehrveranstaltungen und internationalen Gästen entwickelt. Das Konzept wird nach der erstmaligen Durchführung evaluiert und weiterentwickelt. Darüber hinaus werden mit dem Crossteachingprojekt (Link zu crossteaching.org) hybride Lernkonzepte beforscht, die die digitale und soziale Kompetenzen der teilnehmenden Studierenden fördern und entfalten.

2. Auslandspraktika, Social Credits und Service Learning

Eine umfassende Qualitätsanalyse der Auslandspraktika ermöglicht die Weiterentwicklung derselben, so dass der Nutzen der Auslandspraktika für die Studierenden stärker sichtbar wird. Durch die Verbesserung des inhaltlichen und wissenschaftlichen Transfers der Praktika werden die Praxisqualifikationen der Studierenden sowie die inhaltlichen Vernetzungen mit Unternehmen als Praktikaanbieter weiter optimiert. Die Entwicklung und Einführung eines Social Credit Modells dienen dem Ausbau und der Stärkung der Softskills der Studierenden. Hierbei steht die Persönlichkeitsbildung der Studierenden im Vordergrund. Des Weiteren soll mit Service Learning eine neue Lehr- und Lernmethode (https://de.wikipedia.org/wiki/Service_Learning) eingeführt werden. Durch die Anwendung des im Studium erlernten Fachwissens in einem außerhochschulischen Kontext in Zusammenarbeit mit einem Projektpartner aus dem sozialen Bereich werden nicht nur die Softskills geschult, sondern auch das Fachwissen durch den Transfer in fachfremde Bereiche besser verankert.

3. Lehrqualität und Blocklehre

Für eine Untersuchung der Studierbarkeit wird in verschiedenen BWL-Studiengängen der tatsächliche Workload der Studierenden erhoben. Die Erhebungen erfolgen jeweils über einen längeren Zeitraum, i.d.R. ein ganzes Semester. Dabei sind alle studienbezogenen Aktivitäten relevant, sowie für die Ermittlung der studentischen Gesamt-Workload auch evtl. zusätzliche zeitliche Belastungen durch Berufstätigkeit zur Studiumsfinanzierung. Die Ergebnisse fließen ein in die Verbesserung der Studierfähigkeit, den Ausgleich von Belastungsspitzen sowie in die Optimierung von Lehr-Lern-Formen und Didaktik. Gleichzeitig wird angestrebt, die Qualität der praxisorientierten und forschungsbasierten Lehre zu steigern.