NachLeben

Nachhaltigkeit in den Lebensmittelberufen. Situierte Lehr-Lernarrangements zur Förderung der Bewertungs-, Gestaltungs- und Systemkompetenz in der betrieblichen Ausbildung

Verbundpartner:
  • Professur Technische Bildung und ihre Didaktik, OVGU MD
  • Professur Fachdidaktik Gesundheits- und Pflegewissenschaften, OVGU MD
  • Professur Wirtschaftsinformatik, HS MD-SDL
  • Agrarmarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt
Auftrag-/Mittelgeber:
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Laufzeit:
  • 01.05.2018 – 30.04.2021

Situation und Ziele:

Obwohl Ernährung ein zentrales Thema nachhaltiger Entwicklung ist, fehlen fachdidaktische Lehr-Lernarrangements zu Vermittlung von Nachhaltigkeitskompetenzen bei Auszubildenden und Ausbildungspersonal. In diesem Zuge ist zu eruieren, inwieweit das Ziel der Ausbildung „Beruflicher Handlungskompetenz“ sich mit den Ansätzen zur Entwicklung von Bewertungs-, Gestaltungs- und Systemkompetenz vereinbaren lässt, um neben der Vermittlung von thematischen Aspekten der Nachhaltigkeit den Kompetenzerwerb mit zeitgemäßen didaktischen Ansätzen in der beruflichen Ausbildung weiter zu fördern und zu stärken. Ziele des Projekts „NachLeben“ sind die Entwicklung, betriebliche Erprobung, Evaluation und Verbreitung von nachhaltigkeitsorientierten, situierten Lehr-Lernarrangements für die Ausbildungsberufe der Lebensmittelindustrie. Innerhalb der zu entstehenden Lehr-Lernarrangements werden die einzelnen Nachhaltigkeitsdimensionen (ökologisch, sozial, ökonomisch) nicht isoliert voneinander, sondern ganzheitlich betrachtet und implementiert. Die Erprobungsberufe des Projektvorhabens umfassen: Süßwarentechnologe/in, Fachkraft Lebensmitteltechnik, Brenner/in, Destillateur/in und Weintechnologe/in.

Vorgehen:

Leitgedanke der Lehr-Lernarrangements ist, dass sich die Nachhaltigkeitsidee in konkreten beruflichen Handlungsfelder und –situationen manifestiert. Zur Zielerreichung werden Situationen geschaffen und in digitale Lernformate transferiert, die möglichst realitätsnah, problembasiert, authentisch und komplex gestaltet sind. Die Lehr-Lernarrangements werden den Lernenden aktivieren, seine eigenen Konstrukte zu entwickeln (konstruktivistischer Ansatz) sowie ein dynamisches Wechselspiel von Tun und Denken, aktivem Handeln und Reflexion ermöglichen. Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung bieten die didaktischen Grundprinzipien: Kompetenzorientierung, Situations- und Handlungsorientierung und Konstruktivistischer Ansatz (Situiertes Lernen).

Angestrebte Ergebnisse, Transfer und Verstetigung:

Die Verbundpartner werden innerhalb der Projektlaufzeit mit den Erprobungs- und Netzwerkpartnern nachhaltigkeitsorientierte situierte Lehr-Lernarrangements entwickeln und betrieblich erproben. Dabei werden einerseits verschiedene nachhaltigkeitsorientierte Szenarien für Auszubildende sowie andererseits ein nachhaltigkeitsorientiertes berufliches Weiterbildungsangebot für Ausbilder/innen umgesetzt.